Live-Gespräch vom 24.10.2015

„Das Mädchen kann was, die soll was werden“ Original-Spruch einer Mutter, die selbst auf einen Beruf verzichtet hatte – der Familie zuliebe.Im Foyer (1)
Die Eltern einer Juristin hatten noch Schulgeld gezahlt. Für ein Mädchen! Jetzt sollte es was „Sicheres“ machen. Ihnen wurde in den Nachkriegsjahren nichts geschenkt, hieß es.
Eine dritte Frau verfügte über sehr emanzipierte Vorfahren. Oma und Mutter entschieden:“Ingenieurin ist okay“, beide waren gern berufstätig gewesen.
Eine weitere Stimme erklärte vielsagend: „Augen auf bei der Partnerwahl!“

Die Schriftstellerin Monika Feth, die einst leitende Oberstaatsanwältin Marlies Hampel, die junge Professorin für Raumfahrt Sabine KLinkner und die Polizeipräsidentin von Bonn, Brohl-Sowa stellten sich ganz persönlichen Fragen der Moderatorin Angela Maas.Begrüßung durch die Präsidentin Ute Pauling (1)

Humorvoll plauderten sie entspannt über Erlebnisse, die ungewöhnlichen Frauen gern passieren: „Sie sind die Frau von…?“ war die ernsthafte, aber unbedarfte Frage einer Bufettnachbarin an die Polizeipräsidentin.
Am liebsten hätte sie gekontert, „Ich bin die Frau vom Sowa“ -„Und wer ist Herr Sowa?“ – „Der Mann der Polizeipräsidentin“!

Mit jeder Menge Lebenserfahrung auf ihren erfolgreichen Berufswegen zogen sie beim „Live-Gespräch“ vom Leder. Die Soroptimistinnen des Clubs Bonn-Siebengebirge hatten den Nachmittag mit einer Gesprächsrunde zum Thema „Vorbilder“organisiert und im Anschluss daran den jungen Interessentinnen im Publikum angeboten, Kontakte zu knüpfen.Gesprächsrunde

Ein Mentoring-Programm von neun Frauen aus dem Club der „besten Schwestern“ soll jungen Frauen Hilfestellung auf ihrem Berufsweg  geben.
Es sind selbstständige Geschäftsfrauen, Ärztinnen, aber auch Frauen in verantwortlichen Positionen in obersten Bundesbehörden oder großen Unternehmen. Ein Jahr lang gibt es einen regelmäßigen Austausch. Ziel ist es, Fallen und Hindernisse zu umgehen, Netzwerke zu nutzen.

Tröstlich, die jüngere Generation ist nicht nur sehr gut ausgebildet, sondern selbstbewusster im Umgang mit Kollegen. Schwierig indessen nach wie vor: die Arbeitgeber davon zu überzeugen, dass Familienarbeit zum Arbeitsalltag gehören sollte. Frau sollte es auf jeden Fall wagen!

(Text: U. Pauling, Fotos: G. Knauth, S. Jungbauer)

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