Nikolausfeier in der Ermekeilkaserne

Typisch deutsch – eine Nikolausfeier am 6. Dezember. Der Raum ist festlich geschmückt, Lichterketten an den Wänden, bunte Papiersterne an den Fenstern, Zweige auf den Tischen neben den bunten Tellern, das Kuchenbuffet, die Getränkestation, alles vorbereitet. Die Spannung steigt im Kontaktcafé der Ermekeilinitiative in Bonn. Wie werden die Flüchtlingsfamilien mit ihren Kindern reagieren? Und dann kommen sie alle, die Kinder wuseln herum, der Kuchen ist lecker, es wird gespielt, Seilchenhüpfen ist angesagt. Dann holt Maren vom Kontaktcafé alle zusammen – still soll es sein, wenn der Nikolaus kommt. Sie erzählt die Geschichte – die Kinder haben sich vor ihr auf der Erde zusammengekauert, hängen an ihren Lippen. In Myra, der Türkei, lebte der Nikolaus – Ahmed aus Syrien übersetzt. Und dann klopft es schon energisch an der Tür, der Nikolaus ist da – endlich. Ein Kind nach dem anderen kommt erwartungsvoll heran – ob es für mich auch etwas gibt?, manch banger Blick ist zu sehen. Aber es ist für alle etwas da – unsere Clubschwester Heide hat 50 Tüten vorbereitet, für kleine Kinder mit Pixibüchern, für Mädchen mit Buntstiften und für Jungs mit Schuco-Autos. Und dazu gibt es die Bären von der Deutschen Teddy-Stiftung, die hat Clubschwester Jutta besorgt. Da ist ein Staunen und eine Freude. Und dann muss der Nikolaus auch schon weiter. An den Tischen wird ausgepackt, die Schokolade probiert. Lecker – ladhidh! Und jetzt Musik – die Trommel erklingt, die Gitarre spielt vertraute Melodien – ein kleines Mädchen fängt an zu tanzen, Maren macht mit. Und dann tanzen schließlich die Männer auch – ein typisch deutsches Nikolausfest eben.